Top 3 Banking Trojaner in Deutschland

Moderne Android-Banking-Trojaner tarnen sich als harmlose Apps, um Smartphones zu übernehmen und selbstständig Bankkonten leerzuräumen. Der Text warnt vor den drei aktuell gefährlichsten Schädlingen in Deutschland und erklärt, wie Täter vorgehen und wie man sich schützen kann.

Die drei gefährlichsten Trojaner

  • Anatsa (TeaBot): Dieser Trojaner schafft es oft in den offiziellen Google Play Store, getarnt als PDF-Reader oder Scanner. Er legt gefälschte Log-in-Fenster über Hunderte von Banking-Apps und fängt TANs sowie SMS ab.
  • Crocodilus: Ein moderner Schädling, der das komplette Smartphone übernimmt. Er nutzt „Blackscreen-Attacken“, bei denen der Bildschirm schwarz wird und einen Absturz vortäuscht, während Angreifer im Hintergrund unbemerkt Überweisungen tätigen.
  • Hook: Ein mächtiger Alleskönner, der weltweit rund 600 Banking-Apps angreift. Er kann Zwei-Faktor-Authentifizierungen umgehen, Kontakte auslesen und das Gerät komplett fernsteuern.

Hintergründe und die Gefahr der Zugriffsrechte
Die Schadsoftware wird von organisierten Cybercrime-Netzwerken oft als „Malware-as-a-Service“ zur Miete angeboten. Das größte Sicherheitsrisiko ist die Freigabe der Bedienungshilfen (Accessibility-Rechte) durch den Nutzer. Diese Rechte sind eigentlich für Menschen mit Bedienungseinschränkungen gedacht. Gewährt man sie jedoch einer schädlichen App, kann der Trojaner den Bildschirm auslesen, Passwörter mitprotokollieren, Buttons klicken und so völlig eigenständig Überweisungen durchführen.

So schützen Sie sich

  • Laden Sie Apps ausschließlich aus offiziellen Stores herunter und überprüfen Sie den Entwickler.
  • Gewähren Sie niemals leichtfertig Rechte für Bedienungshilfen.
  • Seien Sie skeptisch, wenn eine App ungewöhnlich viele Berechtigungen verlangt.
  • Klicken Sie keine App-Download-Links in SMS oder WhatsApp-Nachrichten an.
  • Löschen Sie Apps, die Ihnen verdächtig vorkommen, sofort von Ihrem Gerät.