Die Erkennung von KI-generierten Bildern wird immer wichtiger, da die Technologie hinter den Fälschungen (Deepfakes) immer fortschrittlicher wird. Wenn Sie ein Bild auf seine Echtheit prüfen möchten, gibt es verschiedene Merkmale, auf die Sie achten können, sowie externe Tools, die Ihnen helfen können.
Hier sind die wichtigsten Hinweise, um KI-Fake-Bilder zu erkennen:
1. Körperliche Merkmale und Proportionen
KI-Modelle haben oft Schwierigkeiten mit komplexen anatomischen Strukturen:
- Hände und Finger: Dies ist ein klassisches Merkmal für KI-Bilder. Achten Sie auf die Anzahl der Finger (oft zu viele oder zu wenige), die Länge und Proportionen sowie unnatürliche Positionen oder verzerrte Gelenke.
- Gesichter: Gesichter wirken auf KI-Bildern oft unnatürlich symmetrisch, da menschliche Gesichter in der Realität immer leicht asymmetrisch sind. Achten Sie auch auf fehlerhafte Augen, unnatürliche Zähne oder seltsame Haaransätze und -verläufe.
- Haut: Die Hautstruktur wirkt bei Fälschungen oft extrem glatt oder zu perfekt, ähnlich wie bei einem starken Filter. Auch das Alter der Gesichtshaut sollte zum Rest des Körpers passen.
2. Logik, Physik und Umgebung
Prüfen Sie, ob die Darstellung den physikalischen Gesetzen folgt und logisch aufgebaut ist:
- Licht und Schatten: Kontrollieren Sie, ob der Schattenwurf mit der Lichtquelle übereinstimmt und physikalisch plausibel ist. Auch Reflexionen (z. B. in Brillengläsern oder Fenstern) sind für KI schwer korrekt darzustellen und wirken oft unrealistisch.
- Hintergrunddetails: Im Hintergrund passieren oft Fehler. Achten Sie auf verschwommene Bereiche, die eigentlich scharf sein müssten, oder auf Objekte, die ineinander verschmelzen.
- Architektur und Linien: Sie können sich gedachte Linien entlang gerader Kanten (wie Gebäude oder Möbel) ziehen. Treffen sich diese nicht an einem realistischen Fluchtpunkt, kann das ein Hinweis auf ein KI-Bild sein.
3. Schriften, Muster und Accessoires
Weitere häufige Schwachstellen der Künstlichen Intelligenz sind kleine Details:
- Schriften: Buchstaben und Texte auf Schildern, Kleidungsstücken oder Bildschirmen ergeben bei KI-Bildern oft keinen Sinn, wirken verzerrt oder unleserlich.
- Schmuck und Accessoires: Ohrringe, Brillen oder Uhren (oft zeigen KI-Uhren die Zeit 10:10 Uhr) sind häufig verzerrt, asymmetrisch oder passen nicht richtig an den Körper.
- Muster: Übergänge von komplexen Mustern oder Texturen (z. B. auf Kleidung oder Tapeten) sind oft abrupt unterbrochen.
4. Metadaten und Quellenprüfung
Oft verrät schon der Kontext, ob ein Bild echt ist:
- Quelle hinterfragen: Kommt das Bild von einer verlässlichen Nachrichtenagentur oder wurde es auf einem anonymen Social-Media-Konto gepostet?
- Wasserzeichen und Kennzeichnungen: Manche KI-Tools fügen unsichtbare oder sichtbare Wasserzeichen hinzu. Achten Sie auch auf Tags wie „KI-generiert“ in der Bildbeschreibung.
- Metadaten: Wenn Sie das Originalbild herunterladen können, schauen Sie in die Metadaten. Fehlen Informationen zu Kamera, Datum oder GPS-Daten, ist Skepsis geboten. Content Credentials können zudem zeigen, ob ein Bild bearbeitet wurde.
5. KI-Detektoren und Hilfstools
Es gibt verschiedene Online-Dienste, die Ihnen helfen können:
- Tools wie Hive Moderation, AI or Not oder andere KI-Bilddetektoren können ein Bild analysieren und eine Wahrscheinlichkeit für eine KI-Generierung ausgeben.
- Auch eine Rückwärtssuche per Bildersuchmaschine (z. B. Google Bilder) kann helfen, herauszufinden, in welchem Kontext das Bild zuerst aufgetaucht ist.